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OG Sigdorf im SAV

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Rundwanderweg 1              ca.14 km

Donaubrücke - Donaustraße - Kappenbühl -Wildpark Josefslust - Wusthauer Weiher - Zielfinger Baggerseen - Waldbühne - Sigmaringendorf


Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern. 

Der RW 1 ist der längste Rundwanderweg im Gemeindegebiet und lässt sich gut als Tagestour planen. Am besten geht man ihn gegen den Uhrzeiger, also so, wie er auf der Wandertafel ausgewiesen ist. Da er auf weiten Strecken durch Wald führt, ist er eine ideale Unternehmung für heiße Sommertage. Dazu gibt es am Zielfinger See eine Bademöglichkeit und auch eine Gelegenheit zur Einkehr. Als reine Gehzeit - ohne einen eventuellen Abstecher nach Josefslust - muss man bis zu den Zielfinger Seen ca. 2,5 Stunden rechnen, für den Rückweg ins Dorf ca. 1 Stunde. 

 

Vom Parkplatz an der Bruckkapelle geht man die Donaustraße in Richtung Sigmaringen, bis kurz vor Ortsende rw1-1.jpg (35684 Byte)

die Kappenbühlstraße nach links abbiegt und uns durch das Baugebiet Laizer Öschle sanft bergan leitet. Am Ende der Bebauung und der Teerstraße wenden wir uns nach rechts und nehmen den mittleren der 3 möglichen Wege, der uns nach kurzer Zeit in den Wald führt. Der Kappenbühl, an dem der Weg südlich vorbeigeht, ist dicht mit Buchenwald bewachsen. Hier wurden Ende des 19.Jhd. keltische Ringwälle gefunden. Eine Tafel des Albvereins weist am Wegesrand darauf hin.


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In der Chronik der Gemeinde Sigmaringendorf heißt es dazu unter dem Jahr  1892: 

Fürst Leopold entdeckte zwischen Sigmaringen und Sigmaringendorf im sogenannten Kappenbühl eine Ringburg. 7 Wälle von 1,70 - 2,50 m Höhe, die aber ursprünglich bedeutend höher waren, sind nachweisbar. Die eirunde Anlage hatte eine Höhe von 40 m, die Länge betrug 55, die Breite 35 m. An der Südseite führt ein breiter Weg vorbei, der, wie die Überlieferung wissen will, ehemals direkt nach Laiz führte. (Das Gewann führt jetzt nochringwall-karte.jpg (35698 Byte) den Namen "Laizer-Ösch".) 

 

Info > Ein Ringwall ist eine runde prähistorische oder frühgeschichtliche Wallanlage. Solche Anlagen gibt es seit der Jungsteinzeit und bis herauf in das Mittelalter. Ringwälle wurden zur Verteidigung, aus religiösen Gründen und vielleicht auch als Versammlungsorte erbaut. Oft wurden mehrere konzentrische Ringwälle gebaut, wodurch eine effektivere Verteidigung gegen Angreifer möglich war. 

Hinweis > Wer mehr über die Kelten wissen will, denen auch die Ringwälle am Kappenbühl zugeschrieben werden, sei auf die Heuneburg verwiesen, einen keltischen Fürstensitz bei Hundersingen an der Donau. Ein archäologischer Rundwanderweg (8 km) verbindet dort zahlreiche Grabhügel, eine Viereckschanze, das Freilichtmuseum Heuneburg und das Heuneburgmuseum in Hundersingen miteinander.  Einzelheiten im Netz unter www.heuneburg.derw1-2.jpg (53348 Byte)

 

Hinter der Hinweistafel auf die Ringwälle treffen wir auf eine Einmündung, an der wir den Weg nach links nehmen, der uns immer geradeaus endgültig aus dem Tal heraus auf die Höhe bringt. Wo der Weg wieder eben wird, verweist ein Wegweiser des Albvereins auf "Sieben Sitze". Wer möchte, kann diesen Abstecher vom Hauptweg in seine Wanderstrecke einbauen.


Sieben Sitze

Info > Dazu wissen alteingesessene Sigdorfer folgendes zu erzählen: Nach dem 2.Weltkrieg war ein Sigmaringendorfer, Rudolf Speh, als Amtsbote in Sigmaringen beschäftigt. Seine Wohnung war in der Nähe der Hedinger Kirche. Seine Eltern wohnten in Sigmaringendorf am Häldele hinter dem an der Donaubrücke gelegenen Gasthaus Traube und sein Vater war der sogenannte Husarenschneider Speh. Der Sohn besuchte seine Eltern des öfteren als Spaziergänger durch den Wald und an diesem Weg von Sigmaringen nach Sigmaringendorf  baute er für sich und seine Begleiter an der Gemarkungsgrenze im Gewann Bachtal nahe der ehemaligen Kiesgrube um 1948 als Rastplatz die heute so genannten Sieben Sitze.  

Dazu betonierte er einen siebenzackigen Stern in den Waldboden. In der Mitte plazierte er einen Stein als Tisch und drum herum sieben Sitzsteine, die er in der Kiesgrube gefunden hatte bzw. mit dem Ziehwägelchen aus der Kiesgrube Steidle in Laiz herbeischaffte. Die Zahl 7 begründete er mit  ihrer religiösen Bedeutung z.B. im Juden- und auch im Christentum ( so wurde die Welt  in 7 Tagen erschaffen, es gibt 7 Sakramente usw.). Die Dorfer Rentner spazierten nach der Einkehr gerne mit Rudolf bis zu den Sieben Sitzen. Diese Rentner hatten den Spitznahmen "Stockacher", weil sie mit ihren Spazierstöcken wanderten. (überliefert von Karl Binder, Sigmaringendorf. Die Fotos zeigen den jetzigen Zustand.)

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Zurück auf dem RW 1 geht es über Forstwege, zum Schluss ein Stück auf dem Wander- und Fahrradweg entlang der Straße Sigmaringen-Krauchenwies, weiter bis zum Parkplatz Josefslust ( bis hierher ca. 4 km). Hier sollte man, wenn die Zeit es zulässt, den RW 1 kurz verlassen und über die Straße einen Abstecher in den > Wildpark Josefslust machen. 


 

 

Info > Josefslust: Der Fürstlich Hohenzollerische Wildpark Josefslust umfasst heute 835 ha und ist von einem 14 km langen Zaun umgeben. Seit 1535 ist dieses Waldgebiet im Besitz der Grafen von Zollern. 1727 baute Fürst Joseph Friedrich das Jagdschlösschen "Josefslust", in späterer Zeit Sitz der Försterei. Der Wildpark war schon immer frei zugänglich und ist durch ein Netz von > Rundwegen (Tafel am Eingang) erschlossen.(Infos zu Josefslust 

auch bei Wikipedia ) rw1_06.jpg (46436 Byte)

 

Zurück am Parkplatz orientieren wir uns wieder am RW 1. (Wo wir in den Wald eintauchen, gäbe es auch die Möglichkeit, auf dem RW 2 direkt zurück nach Sig-dorf zu wandern: Wegweiser nach links, ca. 3 km bis Bruckkapelle). Der RW 1 führt uns - hier auch identisch mit dem RW 2 - auf breiten Waldwegen in südöstlicher Richtung weiter, wendet sich erst nach links und biegt dann an einer Einmündung scharf nach rechts ab - ab hier bis zum Wusthauer Weiher identisch mit dem RW 3.(Geradeaus käme man auf dem RW 2/RW 3 direkt wieder nach Sig-dorf - ca. 2 km).

 

rw1_10.jpg (37395 Byte)Der Wanderweg überquert die Landesstraße 455 auf ihrem höchsten Punkt und führt, gesäumt von alten Eichen, an einem weiten, offenen Wiesenstück vorbei. Danach geht es wieder in den Wald und sacht abwärts in

Wusthauer Weiher

Richtung Wusthauer Weiher. Wenn man der Markierung folgt, biegt der Weg bald rechtwinklig nach rechts ab, führt steil abwärts ins Tal und weiter am Südrand des Weihers entlang zum Damm, der für die Entstehung dieses Weihers verantwortlich ist. Alternativ kann man auch geradeaus weitergehen und trifft, wenn man nach rechts über den Damm gegangen ist, wieder auf den RW1, dem man nach links folgt.


Info > Wusthauer Weiher: Auf der Wikipedia-Seite über > Josefslust  gibt es auch nähere Informationen zum Wusthauer Weiher.

Vom Wusthauer Weiher (bis hierher ca. 7 km) führt der RW 1 weiter zu den Zielfinger Baggerseen. (Der RW 3 führt auf kürzerem Weg und bald wieder identisch mit dem RW 1 über die Waldbühne zurück nach Sig-dorf; ca. 4 km). 

rw1_36.jpg (57331 Byte)rw1_38.jpg (38310 Byte)

Am Ufer der Baggerseen entlang, parallel zum Bahndamm (nur Güterverkehr Mengen - Krauchenwies) gelangen wir nach Zielfingen.( bis hierher ca.9 - 10 km) Der erste Seeteil, an dem wir - getrennt durch einen breiten Uferstreifen aus Gebüsch und Baumbewuchs - entlang wandern, steht unter Naturschutz und das Baden ist hier verboten. Am See bei Zielfingen gibt es aber genügend Badeplätze, auch mit flacheren Einstiegszonen, wo (für Fußgänger) kein Eintritt erhoben wird.

 

 

rw1_34.jpg (15189 Byte)Info > Krauchenwieser/Zielfinger Baggerseen: Diese entstanden in den letzten Jahrzehnten durch Ausbaggern von bis zu 20 m mächtigen Kiesbänken, die vom Schmelzwasser in der letzten Eiszeit (Würmeiszeit, vor ca. 120 Tausend - 10 Tausend Jahren v.Chr.) im heutigen Ablachtal abgelagert wurden. Heute ist ein Teil Naturschutzgebiet, wo man vor allem eine große Artenvielfalt an Wasservögeln beobachten kann. Am östlichsten und am westlichsten See gibt es 2 gut ausgebaute Strandbäder. Daneben gibt es noch genügend andere Möglichkeiten, ins Wasser zu steigen oder z.B. auch zu surfen. An warmen Sommerwochenenden gibt es kaum ein unbelegtes Plätzchen.

 

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Am östlichsten Punkt der Seen besteht auch Gelegenheit zur Einkehr im "Neuseeland".

Schon ca. 500 m vorher biegt unser Wanderweg über einen Bahnübergang nach rw1_52.jpg (26533 Byte)links ab und führt hinein nach Zielfingen. Dort kommen wir auch noch einmal an einer Orientierungstafel vorbei, auf der wir uns über den Rückweg ins "Dorf" vergewissern können. 

Vor uns liegen noch ca. 5 km Weg, zuerst leicht ansteigend, dann eben über freies Feld wieder hinein in den Wald. Über bequeme Waldwege, nur ein ganz kurzes Stück auf der Straße von Zielfingen nach Sigmaringendorf, leitet uns die Markierung - hier ist der RW1 wieder identisch mit dem RW3 - zurückrw1_62.jpg (49166 Byte) nach Sigmaringendorf. Durch den Steighau - wo man zuletzt durch die Bäume sogar einen Blick auf das Sigmaringer Schloss erhaschen kann -  geht es hinab ins Tal der Donau - und schließlich vorbei an der "Waldbühne" und an der Donau rw1_65.jpg (36246 Byte) entlang zum Parkplatz an der Bruckkapelle.

 

Info > Waldbühne: Die "Waldbühne" ist die Freilichtbühne des Theatervereins Sigmaringendorf. Der Theaterverein Sigmaringendorf - Waldbühne e.V. ist eine Amateurtheatergruppe, deren Ursprung nachweislich bis 1847 zurückgeht. Der Verein  betreibt seit 1928 eine der ältesten Freilichtbühnen im süddeutschen Raum. In der Saison (Ende Juni - Anfang September) wird jährlich ein Kinder - und ein Erwachsenenstück aufgeführt. Nähere Informationen über Aufführungen usw. unter www.waldbuehne.de.

 

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